31.12.2008

WWE Raw 22.12.08

Der Schlachtenstaub von Armageddon hat sich längst gelichtet, und die Zeit für ein bisschen Christmas-Feeling war angebrochen. Gleich zu Beginn wird das Thema des Main-Events erklärt. Kein Geringerer als Santino steht dabei im Focus, der offensichtlich mit Weihnachten schlechte Erfahrungen hatte und Santa's Secret gern publik machen möchte... Cena muss sich nun einen Partner suchen für ein Mixed-Gender-Tag gegen Glamarella, und verhindern, dass das Secret ans Licht kommt. Soviel vorweg: Sein Partner ist nicht Golddust (ders aber furchtbar gern sein würde ;P).

Das eigentlich interessante an jener Raw-Ausgabe war allerdings die Race to the Rumble, wo natürlich ausgesprochen hochkarätige Matchups aufgelistet waren. Ein Focus viel dabei auch auf Shawn Michaels, inwiefern er sich als JBL's Sklavenjunge outen würde, oder auch nicht. Im ersten Aufeinandertreffen gings schließlich schon um was für HBK:


HBK vs. KANE (Race 2 the Rumble)

Ich vergöttere die Art und Weise wie Kane in der Regel seine Gegner zermalmt. Er verkörpert ähnlich wie JBL einen extrem brutalen, brawl-lastigen Stil wobei er darüber hinaus einer der beeindruckendsten Power-Lifter und für mich persönlich auch der Meister des Big Boots ist. Jenen durfte HBK zu beginn nach einem Irish Whip gleich mal ausprobieren. Ein weiterer übler Move aus Kanes Repertoir ist der Snapmare & Dropkick, der kurz danach auf den bis dato nicht sonderlich gut aussehenden HBK angewandt wurde. Jener konnte sich im Laufe des Kampfes allerdings nach teilweise immer noch hörbaren Chants (seit seinem JBL-Sellout-Intermezzo) etwas fangen, und mit der alten Schule (Whoo-Slap, Manhattan & co) auch ein Momentum einfahren. Danach wurde es richtig spannend. Das bisweilen sehr unterhaltsame Match wollte langsam zu einem Ende kommen, und die Wrestler griffen auf ihre Signature-Techniken zurück. Sehr ausschlaggebend dabei der Flying Forearm von Michaels, und der gleich darauffolgende Side-Walk-Slam von Kane. Danach folgte auch gleich einer meiner absoluten Lieblingsmoves: die FLYING CLOSELINE (s. Pics). Kane springt vom Top Rope und trifft den sich aufrichtenden HBK perfekt, welchen es ordentlich in den Boden rammt. Ich hoffte hier die Entscheidung erlebt zu haben, allerdings reden wir hier ja vom Mister Wrestlemania --> Chokeslam from Hell gekontert --> Super Kick --> Pin... nice match!

Rey Mysterio vs. JBL (Race 2 the Rumble) Match of the Day!

Ein klassischer JBL fokussiert sich auf wuchtige Kopftreffer, während wie für einen etwas kleinwüchsigeren Sportler wie Mysterio Lowkicks gegen das Knie als Mittel zum Erfolg verwendet werden. Das natürlich nur in kleinerem Maße im Vergleich zu Mysterios üblichen DDT und Hurricanrana-Kontern, sowie ein durchaus schön anzuschauender Cross Body auf einen außerhalb des Ringes stehenden JBL. Letzterer scheint davon nicht allzu beeindruckt zu sein und schnappt sich ein Momentum bis hin zu seinem Last Call und Signature-Abdominal-Stretch. So richtig entscheidend kann sich Rey aus JBLs Dominanter Phase nicht befreien, und es geht weiter mit einer saftigen Closeline und den Repeated-Big Elbows. Closeline after Closeline after Closeline. Mysterio wirkt in der späteren Hälfte des Matches nahezu leblos. Eine sehr einseitige, und in ihrer Einseitigkeit sehr, sehr unterhaltsame und ruchlose Auseinandersetzung neigt sich ihrem Ende.Umso wundersamer die folgenden Geschehnisse: Der ,wie eben angesprochen, sicherlich verständlicherweise leblos wirkende Rey, welcher wirklich das gesamte Arsenal JBL's abbekommen hatte, wird von einem Torture-Rack gepeinigt (da JBL ja auch nicht mehr wirklich wusste wohin damit) und schafft es tatsächlich jenes zu kontern. Unrealistisch? Auf jeden Fall! Unterhaltsam? Durchaus! Mysterio bedient sich eines wahren Feuerwerks mit Senton, Hurricanrana und Tornado DDT. Es ist wirklich unfassbar wie viel Rey an diesem Abend einstecken musste. Selbst als man glaubte er habe aus dem absoluten NICHTS einen Momentum-Shift herbeigezaubert, wird er gleich darauf wieder von einem Big Boot zersemmelt. Dann war es endlich soweit. JBL wird mit einem Enzuigiri + Dropkick für den 619 aufgebahrt. Doch bevor Rey seinen Finisher durchziehen kann, wirft sich der kürzlich engagierte HBK schützend auf seinen Geldgeber. Dessen noch lange nicht genug, verpasst er jenem einen Schlag ins Gesicht, disqualifiziert somit Mysterio und beschert JBL ein meiner Meinung nach verdientes Weiterkommen. GZ!

Durchaus sehenswert: Jericho will wohl die Brutalität und Gefährlichkeit des GTS mit einer Neuausführung seines Code-Breakers toppen! Hier die Aktion welche gegen CM Punk auch die Entscheidung herbeiführte:

Cena & ??? vs. Glamarella (Mixed-Gender-Tag)

Wir wollen uns hier ja hauptsächlich mit Wrestling und nicht mit getrashe befassen (es sei denn es ist wirklich witzig ;P). Deshalb ganz kurz: Das ??? steht für Trish Stratus, welche in jenem Match ihre Rückkehr feierte und mit dem World Heavyweight Champion an ihrer Seite auch keinerlei Probleme mit dem Gewinn hatte. Eine solide Leistung beider Parteien, welche mit einem FU von Cena gegen Marella zu einem Ende gebracht wurde. Mich persönlich freut allerdings, dass es Santino zu einem Main-Eventer geschafft hat ;P

Ergebnisse: [Match1:HBK][Match2:Kofi Kingston][Match3:Micky&Milena][Match4:JBL(DQ)][Match5:Chris Jericho][Match6:Cena&Trish Stratus]

29.12.2008

Armageddon

Ich liebe Armageddon. Nicht nur wegen dem klingenden, unheilverkündenden Titel, sondern vor allem wegen der Atmosphäre die hier in der Luft liegt. Sei es die Jahr für Jahr gigantischste Kulisse (auch heuer wieder eine verfallene, brennende Ruine) aller Events, oder einfach das Gefühl, dass innerhalb jener 3 Stunden irgendetwas oder irgendjemand zerstört werden muss.

Erstmal zu den Matchups:
  • Match1: Matt Hardy vs. Khozlov (Non-Title)
  • Match2: Rey Mysterio vs. CM Punk (IC-Tournament Finale)
  • Match3: Mark Henry vs. Finlay (Belfast Brawl)
  • Match4: Orton (& Legacy) vs. Batista (Non-Title)
  • Match5: Santa's Little Helper, 8 Diva Tag-Team Match!
  • Match6: Cena vs. Jericho (World Heavyweight Championship)
  • Match7: Jeff Hardy vs. HHH vs. Edge (WWE Championship, Triple Threat)

Match1: Knapp vorbei am Match of the Day-Titel. Vom nicht vorhandenen Hype sowie dem an sich nicht gerade sehnlich erwarteten Lineup her war ich sehr, sehr positiv überrascht. Wie soll ich sagen? Die Abstimmung hat gepasst, und die Harmonie war einfach da. Ein durch und durch fließend wirkender Kampf zwischen einem sehr dominierenden, grapplelastigen Power-House namens Khozlov, und einem über weite Strecken konkurrierfähigen, brawl-orientierten Matt Hardy. Letzterer versuchte großteils auf Distanz zu bleiben, bediente sich schneller Lowkicks, kurzer Schlagkombinationen, Roll-Ups sowie seinem üblichen Signature, dem Sideeffect. Das mit der Distanz hatte allerdings nicht allzugut funktioniert. Abgesehen von ein paar erfolgreichen Ausweichbewegungen wurde Hardy relativ schnell gefasst und überwältigt. Khozlov hingegen wrestelte mit seinem einzigartigem Textbook-Sambo seinen Kontrahenten in Grund und Boden. Hammerlock Armbar, Back Drop, Headbutts, Fireman's Carry und Signature Ram sind nur ein paar der wunderschön ausgeführten Aktionen. Das Sahnehäubchen seiner Leistung bildete ein brandneuer Finisher. Das Ganze sah aus wie eine Mischung aus Spine-Buster und Rock Bottom... deshalb nenne ich es erstmal Spine-Bottom ;P


Match2: Match of the Day!!! Wahrlich ein würdiges Finale für ein sehr aufregendes und unterhaltsames Intercontinental Championship Tournament. Ich persönlich halte ja nicht allzuviel von den sogenannten "Face-Off's", da ein Heel der für Provokationen, Aufregung und Entsetzen sorgen soll einfach nicht fehlen darf, aber hier flogen dennoch die Fetzen. Den Beginn des Matches stellte eine sehr anspruchsvolle Pin, Submission und Counter-Orgie dar. Rey für seinen Teil hatte hier allerdings die Nase leicht vorne, nicht zuletzt wegen seinem in eine Armbar mündenden Hurricanrana, jedoch wollte sich in jenem ausgeglichenen Duell wo wirklich alles doppelt und dreifach gekontert wurde keiner als Sieger hervorheben. Im letzten Drittel der Konfrontation lag auch genau hier der Spannungsbogen. Was gibt es für die Crowd motivierenderes als wiederholt spektakulär gekonterte Finishing Moves, wo man genau weiß, wenn der sitzen sollte, ist es aus und vorbei? Hier die beiden Gesichter der Kämpfer, wobei ich anmerken möchte, dass Rey nach einem grauenhaft brutalen GTS eine gebrochene Nase davontrug.

Match3: Hier möchte ich nicht allzuviel sagen, da es im Vergleich zu den übrigen Matchups etwas unterging. Grundsätzlich unterhaltsam, worauf man ja auch vertrauen kann sobald Finlay in Kombination mit Gegenständen und Waffen auftritt. Er war auch derjenige, der es mit seiner tadellosen Leistung tatsächlich geschafft hat, ein Henry-Match interessant zu gestalten. Letzterer hat es auch geschafft, die normalerweise unzerstörbare Shillelagh auf seinem Oberschenkel zu zerbrechen.


Match4: Mein für diesen Abend sehnlichst erwartetes Match. Aufgebaut wurde die Auseinandersetzung natürlich mit den Geschehnissen aus der Evolution-Zeit, wo Batista ja auch derjenige war, der gegen Orton im Evolution-Screwjob vor 6 Jahren als Erstes die Hand erhob. Seit jenem Vorfall entwickelte sich Randy Schritt für Schritt von einem arroganten, aufstrebenden Jungtalent zu einem der dominantesten, emotionslosesten und gefürchtetsten bitterbösen Heel-Wrestler der Gegenwart. Jetzt war erstmal Abrechnung angesagt. Im Voraus war klar, falls man die hervorgehenden Weeklies mitverfolgt haben sollte, dass Orton mit seinem neu gewonnen Stable Legacy auftauchen würde, was seine Siegchancen natürlich verdreifachte. Der erste Move seitens Randy Orton war der Tiger Spin, ein Takedown den er bei Evolution im Standardrepertoir hatte und seit Auflösung eigentlich nie mehr benutzte. Ein sehr nostalgischer Moment! Kurz darauf kam es allerdings zu einem Momentum-Shift und Batista nahm die Pace in die Hand. In solchen Phasen kommt die Schauspielerische Glanzleistung Ortons zur Geltung. Wie eine verwundete Schlange zuckt und windet er sich am Boden nach Batistas Shoulderblock. Dies bleibt allerdings das einzig nennenswerte Momentum von Batista, welches schließlich über einen Front-Powerslam, bis hin zum Cable Charge und einem Batista-Bomb-Versuch reichte, allerdings jäh mit einem Neckbreaker-Konter unterbunden wurde. In der Zwischenzeit wurden Rhodes und Manu kurzerhand vom Referee weggeschickt, da sie es nicht unterlassen konnten kurz in das Match einzugreifen, was aber keineswegs großen Einfluss darauf nahm. Es entpuppt sich ein gnadenlos hartes Match, geprägt von Randy Ortons eiskalter Dominanz. Grapevine-Choke, sein Signature DDT sowie ein Textbook-Superplex durften da auch nicht fehlen. Nach Ortons Signature-Backbreaker und anschließendem RKO-Taunt konnte ich den Sieg schon schmecken, doch wir wissen was in der Regel passiert wenn bei ähnlich starken Wrestlestars ein Momentum zu lange dauert... Konter -> Batista-Bomb -> Schluss. Der Ausgang sicherlich nicht nach meinem Geschmack, das Match jedoch sollte man als Wrestling Fan gesehen haben.

Match6: Der Superstar of the year 2008, Chris Jericho, ist sauer. Nachdem er seinen Titel verloren hat gegen einen gerade erst zurückgekommenen John Cena ist er verständlicherweise nicht allzugut gelaunt, was er in jenem Match zu Beginn mit einem wilden Prügelfeuerwerk auch bestätigt. Jener Kampf ist von Beginn an nicht auf Ästhetik, sondern auf eine einfache, effektive Brutalität ausgelegt. Sehr sehenswert war hier der Bulldog gegen Cena vom Ring-Apron auf die Stufen (Damn!). Cena bemühte sich bis dahin vergebens damit, dem Kampf mit seinem FU ein schnelles Ende zu setzen. Grundsätzlich war auch hier kein klares Momentum ersichtlich, wenn dann war ein hauchdünner Vorteil für Jericho gegeben, was dann auch in einen erfolgreichen Lionsault mündete. Darauffolgend passierte ein absoluter unumstrittener Wow-Moment. Die Walls of Jericho wurden erfolgreich aufgebaut, und Cena blieb verdächtig lange in jener Submission hängen... aber er gab nicht auf. Tatsächlich schaffte er es auch die WALLS OF JERICHO in seinen STFU zu kontern. Also ich wusste nicht, dass das überhaupt möglich war. So wurde der Submission-Specialist quasi submitted ;P

Match7: Ich hatte an sich bei Survivor-Series schon das dumpfe Gefühl, dass Jeff Hardy nicht mehr weit von seinem Titel entfernt ist. Seit seinem Reject-Image mit Facepaint und co hat er vor allem in charismatischer Hinsicht beim WWE-Universe stark gepunktet. Was soll ich groß sagen, diesmal hat er es einfach geschafft. Gratuliere Jeff! Man of teh Match war meiner Meinung nach der Rated R Superstar. Sicherlich nicht was den Einsatz betrifft, doch von ihm strahlte die größte Gefahr aus, da er mit sehr effektiven Moves lauerte, und schließlich mit dem Effektivsten von allen, dem Spear. Und jener hat gesessen: Einmal durfte HHH kosten, und einmal Jeff Hardy. Letzterer wurde damit auf spektakulärste Art und Weise durch den Moderatorenpult geschossen, wahrlich eines DER Highlights des Events (siehe Pics).

Triple H mühte sich im Matchup vergebens ab, und wurde darüber hinaus auch noch von Khozlov an einem Pin-Versuch nach Pedigree gehindert. Später ging es Schlag auf Schlag. "It's the eyes of a madman!", so beschrieb JR den Zustand von Edge als er zum Concierto an HHH ansetzte, dem effektivsten Hardcore-Finishing-Move. Er wurde dabei allerdings gekontert, fing sich den 2ten (!) Pedigree ein, und gleich noch eine Swanton-Bomb oben drauf. Hardy Pin -> Sense
Hardy hat sozusagen die Festung WWE-Championship endlich gestürmt:

Ergebnisse: [Match1:Khozlov][Match2:CM Punk][Match3:Finlay][Match4:Batista][Match6:Cena][Match7:Jeff Hardy]

22.12.2008

FridayNight Smackdown 12.12.08

Die Show war von der ersten Sekunde an nur absolutes Chaos. Bevor irgendetwas über die derzeitige Situation gesagt bzw. aufgebauscht wurde, kam es zu einem Assault seitens Jeff Hardy auf Tripple H. Jene ungeplante Konfrontation ging so gar so weit, dass Security inklusive unserem vielgeliebten GM eingreifen mussten, um der Madness ein Ende zu setzen. Facepaint-Hardy scheint sich etwas zu sehr in seinen derzeitigen Rivalen Tripple H zu verbeißen und verliert dadurch sein eigentliches Ziel, den WWE Championship, aus dem Auge. Edge kann derweil gemütlich auf seinem Platz thronen, natürlich unter den schützenden Händen von Vickie Guerrero.

  • Match of the day: Ich hätte hier ebenso verdient das Matchup zwischen Primo Colon und Brian Kendrick anführen können, habe mich allerdings für den wahrlich sehenswerten Bout des United States Champions Shelton Benjamin entschieden. Ich bin grundsätzlich ein Fan seines Stils, da er ebenso wie Kurt Angle dem echten Ringkampf sehr nahe kommt und technisch sowie kräftemäßig außerordentlich anspruchsvoll ist (Kurt Angle ist natürlich vom Wrestling her in ganz andere Dimensionen aufgestiegen, man kann ihn fast schon als Ultimate Fighter bezeichnen, ich dachte bei diesem Vergleich eher an den ehemaligen WWE Angle). Wie wir ja alle wissen: Hurricane Helms is back. Und eben jener bildet den Gegner des US-Champs. Ein Match, das gleich von Beginn an ein außerordentlich hohes Tempo vorlegt, und sich über weite Strecken nicht wirklich ein Momentum herauskristallisieren kann. Beide bedienen sich brutaler Attacken sowie effektiver Moves wie Dropkicks, Snapmare & Submission, Neckbreaker, schnelle Takedowns und Armbar/Sleeper auf den grounded Opponent usw. Sehr spektakulär anzusehen sind die diversen Konter vor allem von Shelton. Bei den Picks hab ich mir eine Dropkickabwehr von Benjamin auf den vom Top-Rope entgegenfliegenden, vermutlich Cross-Body planenden Helms ausgesucht. Jener eben angesprochene Cross-Body ist allerdings kurze Zeit später genau der Move, welcher Helms den meiner Ansicht nach unerwarteten Sieg beschert.





Der Rest der Show stand ganz im Zeichen des Champions, und den Anschuldigungen bezüglich des Hotel-Room-Assaults auf Jeff Hardy. Beim Cutting Edge war diesmal Bruderherz Matt Hardy vor Ort um den Champ zur Rede zu stellen. Dabei spielt der Master Manipulator Edge beeindruckende Mindgames mit seinem Gast, und versucht ihm einzureden, dass er im Vergleich zu Jeff, vor allem in Hinsicht auf Beliebtheit bei den Fans und Bedeutungsgrad im Roster unter seinem Wert verkauft würde. Unterbrochen wurde der Dialog (wie war es anders zu erwarten) von Khozlov, der ja bei Armageddon ein Match gegen Matt bestreiten wird.

In Rückblick auf den imposanten Beginn der Show, war das am Ende dazu stattfindende Main-Event zwischen Tripple H und Jeff Hardy nicht annähernd gerecht. Ein Match ohne besonders hervorzuhebender Aktionen, diverser Fall und Platzierungsfehler der Sportler sowie die grundsätzlich im Hinblick auf das Match bei Armageddon unnötige Konfrontation endete mit einem knackigen Double-Spear-Takedown vom Champion höchstpersönlich, der das Ganze wohl auch nicht mehr mitansehen konnte und uns eigentlich damit einen Gefallen getan hat.

18.12.2008

Slammy Awards 2008

Was gibt es besseres als einen Blog mit den glorreichen Slammy Awards 2008 zu eröffnen? Was jene Verleihung so interessant macht ist die Tatsache, dass die Votes nicht vom doch eher facelastigen WWE-Universe kommen, sondern "straight from the business". D.h. hier kommt es nicht zu Verfälschungen durch Beliebtheit z.B., sondern ein Gremium das sich auskennt ehrt Stars die in sportlicher, charismatischer und schauspielerischer Hinsicht über ein ganzes Jahr geglänzt haben. Bevor ich auf die Kategorien eingehe, möchte ich ein paar Dinge zum begleitenden Event loswerden ->

  • Match of the Day: Gleich zu Beginn, nach einer herzzerreißenden Siegesrede seitens Team Miz & Morrison kam es zu einem gewaltigen Clash zwischen CM PUNK und eben John Morrison im Zuge des Intercontinental-Championship-Tournaments. Es war von Beginn an ein ausgesprochen schnelles Matchup, was einerseits sehr kicklastig (Enzuigiri, Dropkick, High Knee ect.) von statten ging, andererseits von diversen Springboard und Top-Rope moves gekennzeichnet war. Gegen Ende gab es eine Tendenz zu Grapple-Spezialitäten wie Russian Leg Sweep, Power Slam und co, bis schließlich ein wunderschön ausgeführter GTS CM Punk das Weiterkommen im Tournament ermöglichte. Kurz davor kam es zu einem wahrlichen OMG-Moment. Ein von mir noch nie gesehener Top Rope Hurricanrana, bei dem ich fest davon überzeugt war, dass sich einer der beiden Kontrahenten verletzt haben MUSS... (Siehe Pics)

  • Danach folgte ein Duell zwischen unserem krisengeschüttelten MVP, und, wer hätte das gedacht, seinem Impersonater Charlie Haas. Ebenfalls witzig anzuschaun, mit einem überraschenden Roll-Up-Victory vom Impersonator. Grundsätzlich war es trotz der Vorrangigen Verleihung eine außerordentlich unterhaltende sowie technisch hochwertige Show, wo lediglich das von vielen sehnlichst erwartete Mainevent (Cena vs Edge) blieb etwas unter den Erwartungen, da zunächst kein wirklicher Spannungsbogen aufkommen konnte, und auch Interferenzen seitens Tripple H, Jeff Hardy sowie Jericho jenes jäh unterbrachen. Ebenso als atemberaubend darf man das Handicaped-Match Priceless & Orton vs Tripple H & Batista bezeichnen. Eine solide Mischung zwischen leichten Grapplemoves, Powergrapples sowie sehr sauber ausgeführten Brawlparts. Entschieden wurde das Ganze durch eine gigantische taktische Meisterleistung von Randy Orton. Hut ab, see 4 yourselves!
  • Und hier die Ergebnisse zu den Verleihungen aus der Show:
  • Superstar of the year: Chris Jericho
  • Match of the year: HBK vs Ric Flair (Wrestlemania 24, Career-Threatening)
  • Diva of the year: Beth Phoenix
  • OMG Moment of the year: CM Punk cashed sein Money in the Bank- Köfferchen ein und wird World Heavyweight Champ!
  • Best Finisher: Evan Bourne Shooting Star Press (Leider nicht der ebenso nominierte RKO ;P)
  • Tag Team of the year: Miz & Morrison
  • Extreme Moment of the year: Jeff Hardy (Swanton Bomb vom Gerüst auf Orton)
  • Couple of the year: Edge & Vickie
  • DAMN Moment of the year: Khali's Kiss CAM
Mich persönlich freut es sehr, dass sich Jericho trotz seinen Popularitätseinbußungen seit seinem Heelturn seinen wohlverdienten Superstar of the year-Slammy abholen durfte. Er hat 2008 wahrlich RAW auf seinen Schulter getragen, gz!