Ein weiterer Hauptteil der Show war ein internes Stable-KO-Tournament, natürlich für die Burschen aus der Legacy. Chief Orton gab folgendes vor: Gewinnt, und ihr bleibt dabei. Verliert, und ihr seit raus. Gleich im ersten Match kam es diesbezüglich zu einem kleinen Schreckmoment, da für Cody kein geringerer als CM Punk, der zukünftige Intercontinental Champion, vorgesehen war.
Match1: Cody Rhodes vs. CM Punk
Man konnte zum Einen an der eher beleidigten Reaktion von Cody, zum Anderen an dem herrlich unheilverkündenden GTS-Taunt von Punk erkennen welche Musik es hier spielte. Von der ersten Sekunde an war klar, dass Rhodes nur eine Chance hatte, und zwar einen Sieg durch einen schnellen Roll-Up-Pin, am besten noch vom Blindspot. Punk allerdings hatte seinen Dauergrinser aufgesetzt, und beherrschte natürlich die Begegnung. Allerdings gab es da einen kleinen Unsicherheitsfaktor, nämlich William Regal, der als "Beobachter" an der Ringside residierte. Rhodes' bester Move war eine langsam ausgeführte, wunderschöne Dragon-Sleeper-Submission, was jedoch für den submissionproof Punk kein allzugroßes Problem darstellen sollte. Punk zündete kurz darauf ein etwas anderes Kaliber. Der zu jenem Zeitpunkt am Ring-Apron stehende Rhodes wurde hart mit einem High Kick nach draußen befördert, und anschließend von einem torpedoartigen Suicide-Dive niedergeschmettert, wobei allerdings der gegen den Moderatorenpult prallende CM Punk deutlich mehr Schaden davontrug. Letztlich kostete jene Situation, gepaart mit einer kurzen Ablenkung seitens William Regal, den Sieg durch Count-Out, und siehe da, Rhodes darf bei Legacy bleiben.
Etwas später wurde ein Video zur derzeitigen Verfassung von Batista gezeigt, der ja seit Ortons' Punt nicht mehr gesehen wurde. Die Aufklärung: Bazze hatte sich damals im Summerslam Blockbuster gegen Cena ebenso verletzt, und im Gegensatz zu Cena dabei nie pausiert. Die Kniesehne war hinüber, das dürfte er doch gespürt haben. Es wurden auch Bilder von der Operation sowie ein Interview danach gezeigt, wo er einen sehr müden und erschöpften Eindruck machte. Jedenfalls scheinen die Storywriter der WWE das Ganze mit Ortons Punt zu einer Fehde machen, also können wir uns auf ein rachsüchtiges Comeback freuen.
Match3: Sim Snuka vs. "Super Haas" Charlie Snuka
Sim Snuka war leicht gereizt, als er merkte das Charlie Haas ihn mit dem Image seines Vaters "Superfly" Snuka konfrontierte. Er konnte sich nun aus 2 Gründen keine Niederlage leisten, da er einerseits die Ehre seines Vaters verteidigen musste, und andererseits seinen Platz in der Legacy sichern wollte. Sim legte auch gleich mit einem sehr unbarmherzigen, harten Stil los mit Facebuster, Kneedrop, Rope-Choke usw.
Höhepunkt des Matchups war Charlies' Versuch eines Superfly Splash, der allerdings auf den hochgezogenen Knien von Sim endete (Pics). Danach wurde auch gleich Sims' Finisher, ein Jumping Heel Kick, angebracht und somit das Match beendet.






Match4: HipHop vs. Metal
Dies hat keinerlei mit der Darstellung von WWE zu tun, sondern ist auf meinem eigenen Mist gewachsen. Aber seien wir uns ehrlich, das Lineup zu jenem 5o5-Tag-Match ist mehr als einladend. Auf der Faceseite hätten wir da: John Cena (90's HipHop a la Mark Wahlberg), Rey Mysterio (Spanglish HipHop), CrymeTime (Wu Tang ;P), Kofi Kingston (Reggae). Die Heelseite stellt sich folgendermaßen dar: Kane (Black Metal), Mike Knox (Heavy Metal), Miz & Morrison (80's Rock), Dolph Ziggler (Nu Metal). Ein durch und durch unterhaltsames Match, worin Mysterio wiedermal die Opferrolle übernimmt, und Cena den großen starken Retter. Unverdient: Nach tadelloser Leistung und spektakulären Aktionen der Heelseite werden jene von einer Kingston & Cena Synchronschändung heimgesucht. Kingston Legdrop & Knuckle Shuffle erfolgen fast zeitgleich gegen Knox und Ziggler. Die obligatorischen Finisher (Thunder in Paradise & FU) ebenso, selbst Rey darf auf den regungslosen Knox seinen West Coast Pop noch oben draufklatschen...
Orton hatte was mit Kelly Kelly... Jene Neuheit wurde in der Show kurz angeschnitten, ist aber noch längst nicht ausgekaut.
Match5: Manu vs. Matt Hardy
Ein nicht ganz so spektakuläres Matchup, bei dem man den Eindruck hatte, dass Manu zur späteren Hälfte etwas die Puste ausging. Er hatte ebenso wie Rhodes kein wirkliches Losglück, und musste sich mit dem ECW Champion Matt Hardy rumprügeln. Trotz aufopferndem Einsatz war das junge Talent dem Champion in keinster Weise gewachsen, und erlag schließlich dem Twist of Fate. Tja, Manu scheint nun raus zu sein aus der Legacy, und Sim Snuka scheint seinen platz eingenommen zu haben.
Match6: Race to the Rumble, Fatal-4-Way; Motd
Das Main-Event als Match of the day, so soll es sein. Es war ja auch nicht nur vom Lineup das Beste was Raw zu bieten hat, es war durch die Verbindung zwischen JBL und HBK, den gescholtenen und titelhungrigen Ex-Champion Chris Jericho mit einer sagenhaften Shawn Michaels Fehde im Nacken, und schließlich meinem absoluten Favorite Randy Orton schon im Voraus mehr als genug Holz im Ofen.
Es handelte sich hierbei nicht um ein Fatal 4 im alltäglichen Sinne. Es wurden 2 zufällig in den Ring beordert (in diesem Fall HBK und Y2J), und die Übrigen mussten am Apron platznehmen, konnten aber jederzeit von jedem eingetaged werden. Die 2 Ikonen fingen gleich im sechsten Gang an und bedienten sich mit Roll-Ups, Back-Slides, und einer Kette von Irish-Whip-Armdrags. Bei einem davon rollte Y2J aus dem Ring und der sehr souverän und abgeklärt wirkende HBK nutzte die Zeit und tagte Orton rein. Y2J und Orton schalteten beide auf einen eher nüchternen aber äußerst effektiven Brawler-Style um, solange bis Orton mit einem Power-Slam endlich seinen verdienten Momentum-Shift herbeiführen konnte. Nun begann die "Runde um den Park", sozusagen eine Signature-Behandlung auf einen zu Boden gebrachten Gegner von Orton. Dabei war er allerdings etwas zu unachtsam und geriet fast in die Walls ;P und oben drauf natürlich den von Y2J patentierten Springboard Dropkick. Kurz darauf kam statt Orton wieder HBK rein, und er fing jetzt an dem sehr zuversichtlich und siegessicher wirkenden Jericho die Leviten zu lesen. In Michaels' Manier halt mit dem Elbow to the Heart alias Heart Break Shot. Er machte eine außerordentlich gute Figur dieser HBK, JBL war bislang noch nicht zu sehen. Er wollte aber nicht länger auf sich warten lassen und tagte frech den zur Sweet Chin Music bereiten Michaels raus. Das Ganze entpuppte sich aber zu einer eher peinlichen Situation für den Boss, da seine Closeline from Hell eiskalt mit dem Codebreaker gekontert wurde. Hätte der "Employee of the Month" daraufhin nicht illegalerweise eingegriffen, wär der Traum vom Championship Match hier schon geplatzt. Die momentan sehr heiße Phase war noch lange nicht vorüber. JBL stand total neben sich, und wurde asap in eine ähnliche Bedrohung, die Walls of Jericho gezwängt. Auf ein Neues lages am titelreifen HBK hier Akzente zu setzen, diesmal mit dem Super Kick gegen einen total verteidigungsunfähigen, weil immer noch in Submissionhaltung hockenden Y2J, der uns daraufhin leider verlassen musste. Jetzt entwickelte sich das Ganze langsam aber sicher zu einem Handicaped-Match. Orton vs. Team JBL war der Stand der Dinge, eine Situation, mit der der Legend Killer absolut nicht zurecht kam. Vor allem der nun etwas fokussierter wirkende JBL verschaffte sich mit einem Sleeper Hold ein erstes Momentum.
Der brutale Brawler, seien es die Haymaker in der Ringecke, Pull-Back-Closelines, oder ein hässlicher Big Boot auf einen knieenden Gegner, war nun endlich durchgebrochen. Wahrlich nicht schön anzuschaun, doch ein schwer gezeichneter orton konnte sich letztlich freikämpfen, unter anderem mit einem saftigen European Uppercut sowie seinem Pinpoint Dropkick. Kurz vor dem Punt Kick, der normalerweise ein längeres Aus bedeutet wenn er sitzt, wird das Match wieder handicaped. HBK is back, und man konnte in seinen Augen lesen, dass er das ganze jetzt beenden wolle. Den Beginn musste er sich aber anders vorgestellt haben, da Orton mit seinem einzigartigen, schlangenartigen Stil ein nettes Momentum auffuhr, eingeleitet vom Signature Back-Breaker (Pic) und Kneedrops. Der RKO wurde leider Gottes gekontert, und das gesamte Finishing Pattern von Shawn Michaels nahm seinen Lauf. Flying Forearm -> Manhattan (Inverted Atomic-Drop) -> Bodyslam -> Heart Break Shot -> Sweet Chin Music -> Pin. Tja, danach hat HBK meiner Meinung nach jeglichen Respekt verloren, als er sich vor seinem Geldgeber wie ein Schoßhündchen ergeben musste um ihm das Weiterkommen zu ermöglichen. Nicht schön anzuschaun, und definitiv ein Indiz für einen angehenden Heelturn unseres Showstoppers.







Ergebnisse: [Match1:Cody Rhodes][Match2:Melina][Match3:Sim Snuka][Match4:Team Cena][Match5:Matt Hardy][Match6:JBL]



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