Erstmal zu den Matchups:
- Match1: Matt Hardy vs. Khozlov (Non-Title)
- Match2: Rey Mysterio vs. CM Punk (IC-Tournament Finale)
- Match3: Mark Henry vs. Finlay (Belfast Brawl)
- Match4: Orton (& Legacy) vs. Batista (Non-Title)
- Match5: Santa's Little Helper, 8 Diva Tag-Team Match!
- Match6: Cena vs. Jericho (World Heavyweight Championship)
- Match7: Jeff Hardy vs. HHH vs. Edge (WWE Championship, Triple Threat)
Match1: Knapp vorbei am Match of the Day-Titel. Vom nicht vorhandenen Hype sowie dem an sich nicht gerade sehnlich erwarteten Lineup her war ich sehr, sehr positiv überrascht. Wie soll ich sagen? Die Abstimmung hat gepasst, und die Harmonie war einfach da. Ein durch und durch fließend wirkender Kampf zwischen einem sehr dominierenden, grapplelastigen Power-House namens Khozlov, und einem über weite Strecken konkurrierfähigen, brawl-orientierten Matt Hardy. Letzterer versuchte großteils auf Distanz zu bleiben, bediente sich schneller Lowkicks, kurzer Schlagkombinationen, Roll-Ups sowie seinem üblichen Signature, dem Sideeffect. Das mit der Distanz hatte allerdings nicht allzugut funktioniert. Abgesehen von ein paar erfolgreichen Ausweichbewegungen wurde Hardy relativ schnell gefasst und überwältigt. Khozlov hingegen wrestelte mit seinem einzigartigem Textbook-Sambo seinen Kontrahenten in Grund und Boden. Hammerlock Armbar, Back Drop, Headbutts, Fireman's Carry und Signature Ram sind nur ein paar der wunderschön ausgeführten Aktionen. Das Sahnehäubchen seiner Leistung bildete ein brandneuer Finisher. Das Ganze sah aus wie eine Mischung aus Spine-Buster und Rock Bottom... deshalb nenne ich es erstmal Spine-Bottom ;P





Match2: Match of the Day!!! Wahrlich ein würdiges Finale für ein sehr aufregendes und unterhaltsames Intercontinental Championship Tournament. Ich persönlich halte ja nicht allzuviel von den sogenannten "Face-Off's", da ein Heel der für Provokationen, Aufregung und Entsetzen sorgen soll einfach nicht fehlen darf, aber hier flogen dennoch die Fetzen. Den Beginn des Matches stellte eine sehr anspruchsvolle Pin, Submission und Counter-Orgie dar. Rey für seinen Teil hatte hier allerdings die Nase leicht vorne, nicht zuletzt wegen seinem in eine Armbar mündenden Hurricanrana, jedoch wollte sich in jenem ausgeglichenen Duell wo wirklich alles doppelt und dreifach gekontert wurde keiner als Sieger hervorheben. Im letzten Drittel der Konfrontation lag auch genau hier der Spannungsbogen. Was gibt es für die Crowd motivierenderes als wiederholt spektakulär gekonterte Finishing Moves, wo man genau weiß, wenn der sitzen sollte, ist es aus und vorbei? Hier die beiden Gesichter der Kämpfer, wobei ich anmerken möchte, dass Rey nach einem grauenhaft brutalen GTS eine gebrochene Nase davontrug.


Match3: Hier möchte ich nicht allzuviel sagen, da es im Vergleich zu den übrigen Matchups etwas unterging. Grundsätzlich unterhaltsam, worauf man ja auch vertrauen kann sobald Finlay in Kombination mit Gegenständen und Waffen auftritt. Er war auch derjenige, der es mit seiner tadellosen Leistung tatsächlich geschafft hat, ein Henry-Match interessant zu gestalten. Letzterer hat es auch geschafft, die normalerweise unzerstörbare Shillelagh auf seinem Oberschenkel zu zerbrechen.
Match4: Mein für diesen Abend sehnlichst erwartetes Match. Aufgebaut wurde die Auseinandersetzung natürlich mit den Geschehnissen aus der Evolution-Zeit, wo Batista ja auch derjenige war, der gegen Orton im Evolution-Screwjob vor 6 Jahren als Erstes die Hand erhob. Seit jenem Vorfall entwickelte sich Randy Schritt für Schritt von einem arroganten, aufstrebenden Jungtalent zu einem der dominantesten, emotionslosesten und gefürchtetsten bitterbösen Heel-Wrestler der Gegenwart. Jetzt war erstmal Abrechnung angesagt. Im Voraus war klar, falls man die hervorgehenden Weeklies mitverfolgt haben sollte, dass Orton mit seinem neu gewonnen Stable Legacy auftauchen würde, was seine Siegchancen natürlich verdreifachte. Der erste Move seitens Randy Orton war der Tiger Spin, ein Takedown den er bei Evolution im Standardrepertoir hatte und seit Auflösung eigentlich nie mehr benutzte. Ein sehr nostalgischer Moment! Kurz darauf kam es allerdings zu einem Momentum-Shift und Batista nahm die Pace in die Hand. In solchen Phasen kommt die Schauspielerische Glanzleistung Ortons zur Geltung. Wie eine verwundete Schlange zuckt und windet er sich am Boden nach Batistas Shoulderblock. Dies bleibt allerdings das einzig nennenswerte Momentum von Batista, welches schließlich über einen Front-Powerslam, bis hin zum Cable Charge und einem Batista-Bomb-Versuch reichte, allerdings jäh mit einem Neckbreaker-Konter unterbunden wurde. In der Zwischenzeit wurden Rhodes und Manu kurzerhand vom Referee weggeschickt, da sie es nicht unterlassen konnten kurz in das Match einzugreifen, was aber keineswegs großen Einfluss darauf nahm. Es entpuppt sich ein gnadenlos hartes Match, geprägt von Randy Ortons eiskalter Dominanz. Grapevine-Choke, sein Signature DDT sowie ein Textbook-Superplex durften da auch nicht fehlen. Nach Ortons Signature-Backbreaker und anschließendem RKO-Taunt konnte ich den Sieg schon schmecken, doch wir wissen was in der Regel passiert wenn bei ähnlich starken Wrestlestars ein Momentum zu lange dauert... Konter -> Batista-Bomb -> Schluss. Der Ausgang sicherlich nicht nach meinem Geschmack, das Match jedoch sollte man als Wrestling Fan gesehen haben.
Match6: Der Superstar of the year 2008, Chris Jericho, ist sauer. Nachdem er seinen Titel verloren hat gegen einen gerade erst zurückgekommenen John Cena ist er verständlicherweise nicht allzugut gelaunt, was er in jenem Match zu Beginn mit einem wilden Prügelfeuerwerk auch bestätigt. Jener Kampf ist von Beginn an nicht auf Ästhetik, sondern auf eine einfache, effektive Brutalität ausgelegt. Sehr sehenswert war hier der Bulldog gegen Cena vom Ring-Apron auf die Stufen (Damn!). Cena bemühte sich bis dahin vergebens damit, dem Kampf mit seinem FU ein schnelles Ende zu setzen. Grundsätzlich war auch hier kein klares Momentum ersichtlich, wenn dann war ein hauchdünner Vorteil für Jericho gegeben, was dann auch in einen erfolgreichen Lionsault mündete. Darauffolgend passierte ein absoluter unumstrittener Wow-Moment. Die Walls of Jericho wurden erfolgreich aufgebaut, und Cena blieb verdächtig lange in jener Submission hängen... aber er gab nicht auf. Tatsächlich schaffte er es auch die WALLS OF JERICHO in seinen STFU zu kontern. Also ich wusste nicht, dass das überhaupt möglich war. So wurde der Submission-Specialist quasi submitted ;P








Match7: Ich hatte an sich bei Survivor-Series schon das dumpfe Gefühl, dass Jeff Hardy nicht mehr weit von seinem Titel entfernt ist. Seit seinem Reject-Image mit Facepaint und co hat er vor allem in charismatischer Hinsicht beim WWE-Universe stark gepunktet. Was soll ich groß sagen, diesmal hat er es einfach geschafft. Gratuliere Jeff! Man of teh Match war meiner Meinung nach der Rated R Superstar. Sicherlich nicht was den Einsatz betrifft, doch von ihm strahlte die größte Gefahr aus, da er mit sehr effektiven Moves lauerte, und schließlich mit dem Effektivsten von allen, dem Spear. Und jener hat gesessen: Einmal durfte HHH kosten, und einmal Jeff Hardy. Letzterer wurde damit auf spektakulärste Art und Weise durch den Moderatorenpult geschossen, wahrlich eines DER Highlights des Events (siehe Pics).








Triple H mühte sich im Matchup vergebens ab, und wurde darüber hinaus auch noch von Khozlov an einem Pin-Versuch nach Pedigree gehindert. Später ging es Schlag auf Schlag. "It's the eyes of a madman!", so beschrieb JR den Zustand von Edge als er zum Concierto an HHH ansetzte, dem effektivsten Hardcore-Finishing-Move. Er wurde dabei allerdings gekontert, fing sich den 2ten (!) Pedigree ein, und gleich noch eine Swanton-Bomb oben drauf. Hardy Pin -> Sense
Hardy hat sozusagen die Festung WWE-Championship endlich gestürmt:

Ergebnisse: [Match1:Khozlov][Match2:CM Punk][Match3:Finlay][Match4:Batista][Match6:Cena][Match7:Jeff Hardy]



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